Skifahrt 2025

| Kategorie: Gymnasium Finow

Der Klausberg ruft! – Südtiroler Skikursfahrt 2025

Auch wenn im Südtiroler Ahrntal der Winter schon vertrieben schien, so hat uns der Klausberg im Alpen-Skigebiet bei St. Johann noch warmherzig mit seinem frostig blau-weißen Charme in seine Traumwinterlandschaft entführt.

Die lange, nächtliche Anreise war schnell vergessen, denn sofort ging es los mit den Vorbereitungen des Skilagers vor Ort: Skipässe mussten organisiert, Skigerät entliehen und verstaut werden, die Zimmer bezogen und die nähere Umgebung unserer Pension „Waldheim“ erkundet werden. Und siehe da, wir lernten, dass man sich mit „Hoi“ freundlich begrüßt, dialektal gefärbtes Südtiroler Deutsch spricht, wenngleich alles zweisprachig auf Italienisch geschrieben steh, und wir uns nicht nur in einer vom Tourismus geprägten, sondern auch tief katholisch geprägten Region bewegten.

Spätestens am zweiten Tag rief der Klausberg nun unvermittelt nach unseren Kursteilnehmern: den fortgeschrittenen Snowboardern und Skifahrern sowie den Anfängern in beiden Disziplinen. Bereits nach kurzer Pistenfühlung jagten die Fortgeschrittenen mit beeindruckender Sicherheit die steilen Pisten hinab, sodass das selbstbewusst gewählte Tagesoutfit einiger Experten – ein Haikostüm – keineswegs overdressed wirkte. Unsere Anfänger gingen es hingegen langsamer an, man machte sich mit dem „Material“ vertraut, lernte sein Talbein den Schneepflug, die back- and frontside kennen. Geduldig und motivierend brachten die Skikurslehrer die notwendigen (Grund-)Techniken bei und versicherten, dass schnelle Fortschritte zu verzeichnen seien. Und tatsächlich bereits am zweiten Skikurstag konnten alle die blaue Piste abfahren und waren bereit für weitere Herausforderungen wie das Parallelfahren mit den Skiern, das Carving oder den Walzer mit dem Snowboard.

Täglich gestärkt von Röstkartoffeln, Kaiserschmarrn, Skiwasser und Co. Stellten wir uns nachmittags einer weiteren Trainingseinheit, die Muskelkraft, Frustrationstoleranz, Überwindung und Konzentration forderte. Der tägliche Lohn waren nicht nur Grenzerfahrungen, sondern Euphorie, der richtige Flow und erschöpfte Zufriedenheit.

Wer aber denkt, dass sich unsere Wintersportler nur praktisch im Skigebiet ausbildeten, irrt, denn nach dem Abendbrotwurden die Erfahrungen am Berg mit Theorie bereichert: Pistenregeln, 1.Hilfe-Maßnahmen, Materialkunde, aber auch kulturhistorische Einblicke in die Region Südtirols wurden vermittelt. Zudem halfen Videoanalysen von aufgezeichneten Abfahrten bei der technischen Optimierung.

Am Ende der Woche konnten alle Teilnehmer mit überzeugenden Ergebnissen ihre praktischen Prüfungen absolvieren.

Ein gemeinsames Highlight der Gruppe bildete unsere Tour in die Nähe zum Gipfel des Klausbergs (2550m), wobei wir unseren ehrfürchtigen Blick über die 3000m hohen schneebedeckten, schroffen Kuppen der Alpen schweifen ließen.

Am letzten Abend tauften wir unsere Experten der Woche in einem geheimen Ritual, wir feierten u.a. unseren „Gruppenpapa“, unsere „Schneesurferin“, „Iron Woman“, unseren „From Zero to Hero“ und „Schneepflugkönig". Bei Lagerfeuer und mit Heiterkeit dankten wir dem Schneegott Ullar für die optimalen Pistenbedingungen und unseren guten Lauf ohne Hals- und Beinbruch.