Am vergangenen Dienstag erlebten wir als achte Klassen ein besonderes Theaterstück direkt in der Schulaula. Fast die gesamte Handlung spielte im engen Hinterhaus, wodurch das Schicksal von Anne Frank für uns alle greifbar wurde.
Besonders spannend war die Rollenverteilung: Während eine Schauspielerin durchgehend Anne Frank spielte, übernahm ihr Kollege zwei völlig gegensätzliche Rollen. Er verkörperte sowohl den schüchternen Peter als auch den bedrohlichen SS-Offizier. Beeindruckend war hierbei, dass auch die Gefühlslage des Offiziers beleuchtet wurde, was den harten Kontrast zwischen den Versteckten und ihren Verfolgern verdeutlichte.
Ein zentraler Teil des Stücks waren die Szenen, in denen Anne und Peter im Hinterhaus miteinander redeten. In ihren Gesprächen wurde spürbar, dass sie trotz der ständigen Gefahr ganz normale Jugendliche mit Träumen und Gefühlen waren.
Dieser Hoffnung stand der Moment der Verhaftung gegenüber, der die Angst und das Ende der Sicherheit in der Aula für alle deutlich spürbar machte. Im Anschluss an die Aufführung gab es eine gemeinsame Besprechungsrunde, in der wir unsere Fragen stellen und das Erlebte einordnen konnten.
Das Stück erweckte die Inhalte des Tagebuchs zum Leben und gab der 8. Klasse einen wertvollen Zugang zu diesem wichtigen Thema.
Verfasser:Martha G. und Lotta G. ,8e
